Dienstag, 25. März 2014

Theorie und Praxis im Kleiderschrank

Irgendwie passt beides in Bezug auf meine Näherei oft nicht zusammen. Ich nähe viel zu oft einfach drauflos ohne mir einen richtigen Plan zu machen. Dass ich dann auch Kleidungsstücke fabriziere, die einen Rattenschwanz nach sich ziehen, habe ich letztes Jahr schon festgestellt. Oft fehlt/en einfach die/das passende Oberteil/Strickjacke/Strumpfhose/Schuhe.

Oft fällt mir im Alltag auf, dass ich ja dieses und jenes schon längst, viel öfter oder sogar lieber nicht machen sollte. Deshalb fange ich einfach mal an, mir aufzuschreiben, was ich will und was ich nicht will.


Ich will und/oder mir steht:

große Krägen                    
Schluppen                         
Puffärmel
Rüschen                            
Spitze                                
Biesen     
Paspeln
Zackenlitze
rot
marine
grasgrün
A-Linie
rückenfrei
Streifen
Punkte
Tierprints
Kräuselungen/ Raffungen
60er und 70er Jahre
Häkelspitze
Taillenband
Kellerfalten
Marine Look
Gelb?

Ich habe mich jetzt auch bei Pinterest angemeldet und fröhlich drauf los gesammelt. Einen Eindruck meiner Pläne seht ihr hier. Natürlich ist das eher als Inspiration zu sehen. Keines der Stücke würde ich 1:1 imitieren wollen, aber zumindest bekommt man schon einmal eine Ahnung, was ich meine und was mir gefällt.


Ich will nicht oder mir steht nicht:

klare Designs
V-Auschnitt
ausladende Röcke, besonders welche, die die Hüfte breiter wirken lassen
alle Schattierungen von rosa und pink
Pastelltöne


Ich will untereinander kombinierbare Stücke, zu jedem Kleid mindestens ein passende Strickjacke, Strumpfhosen und ein paar Schuhe, besser mehrere, zu jedem Rock mindestens zwei Oberteile und umgekehrt. Einzelstücke ziehe ich so eh nicht an.

Seit Monaten miste ich meinen Kleiderschrank aus. Ich habe da schon mehrere Säcke an Zeug rausgeholt und bin vom perfekten Kleiderschrank immer noch weit entfernt. Es ist irgendwie zuviel und doch zuwenig. Oft nicht das passende oder das jeweilige Kleidungsstück ist nicht perfekt.

Ich will einen Schrank voll untereinander kombinierbarer Lieblingsstücke.

To be continued

Donnerstag, 20. März 2014

Veggie Day - Käsespätzle oder "Hätte ich gewusst, wie einfach das ist, hätte ich sie schon längst gekocht."

Ich mag total gern Spätzle, auch die gekauften, aber ich habe seit Ewigkeiten keine mehr gegessen, da sie immer Ei beinhalten. Wie ihr vielleicht wisst, sind die meisten in der Lebensmittelindustrie verarbeiteten Eier aus Käfighaltung oder Bodenhaltung. Und ihr wisst sehr wahrscheinlich welche Qualen das lebenslang für die Hühner bedeutet. Also kaufe ich das nicht. Punkt. Was bedeutet, dass ich eigentlich schon seit Jahren keine Spätzle mehr gegessen habe.

Am Dienstag habe ich mich dann mal im Selbermachen von Spätzle versucht und war sehr überrascht. Abgesehen von einer mittleren Sauerei in der Küche war das so pupsi-einfach, dass ich mich richtiggehend geärgert habe, dass ich das nicht schon viel eher versucht habe. Auch dem Mann, der hier wohnt, haben sie richtig gut geschmeckt, obwohl er eigentlich keine Spätzle mag. Ich habe dann heute gleich mal einen Spätzlehobel und Siebkelle bestellt. Bam! Das gibt es nämlich jetzt öfter.

Ich habe mich auf Twitter beraten lassen, welcher Käse wohl geeignet ist und mir wurden folgende empfohlen: mittelalter Allgäuer Bergkäse, Appenzeller gemischt mit mittelaltem Gouda, ein Gemisch mit Emmentaler, kräftiger Bergkäse, Gruyere.

Unser Supermarkt ist nicht besonders gut sortiert und ich habe mangels anderer Sorten pur Emmentaler verwendet und es hat uns prima geschmeckt.

Rezept:

Spätzle:
3 Eier (natürlich bio)
300g Mehl
150ml Wasser
1 TL Salz
ein wenig Muskatnuss

viel Käse

3 Zwiebeln
1 Esslöffel Mehl
Butter

Zuerst habe ich eine Auflaufform im Ofen vorwärmen lassen und den Käse gerieben.

Die Zutaten für den Teig ordentlich lange mit dem Mixer verrührt bis der Teig schon glatt ist. Dann die Zwiebeln in feine Halbringe schneiden und mit dem Esslöffel Mehl mischen. Einen Topf mit Salzwasser auf dem Herd zum Köcheln bringen und eine Pfanne mit Butter erhitzen. In der Butter auf mittlerer Flamme die Zwiebeln knusprig bräunen.

Währenddessen habe ich den Teig portionsweise mit einem Teigschaber durch eine grobe Küchenreibe gejagt. Das ging prima, aber war ein wenig umständlich, da ich die Reibe nicht auf dem Topfrand aufstellen konnte. Dem Ergebnis hat das aber keinen Abbruch getan. Man muss ein bisschen aufpassen, dass die Teigklümpchen, der Schwabe nennt sie wohl Knöpfle, nicht auf dem Topfboden kleben bleiben, aber dann schwimmen sie innerhalb kürzester Zeit an der Oberfläche. Diese habe ich noch kurz schwimmen lassen und dann mit Hilfe eines Siebes und eines Pfannenwenders rausgefischt und in einem Sieb abtropfen lassen. Während die nächste Portion kurz köchelte habe ich die erste Portion Spätzle in die Auflaufform  gegeben und Käse darüber verteilt. Es gab bei mir insgesamt drei Schichten. Am Ende habe ich das ganze kurz in den noch warmen Ofen gestellt, während die Zwiebeln fertig bräunten und der Tisch gedeckt wurde. Die Zwiebeln habe ich noch kurz auf Küchentüchern abtropfen lassen.

Bei uns gab es dazu noch einfachen Feldsalat und Rahmspinat.

Das ist der Teller meines Freundes. Auf meinem war kein Spinat, dafür aber die Röstzwiebeln auf den Käsespätzle, wie sich das gehört. ;-)

Guten Appetit.

Mittwoch, 19. März 2014

MMM #31

Guten Morgen, ihr lieben Selbernäherinnen.

Heute zeige ich euch ein relativ neues Kleid. Der Stoff ist natürlich vom Maybachufer. Ich fand den neonblauen Leoprint total witzig und er musste mit. Es war auch recht schnell klar, was ich damit mache. Das Modell ist aus der letzten Meine Nähmode.

Heute gibt es verschiedene Fotoorte zu sehen, da ich mit keinem so richtig zufrieden war, was an dem diesigen Wetter heute morgen liegt.


Die Strickjacke habe ich irgendwann letztes Jahr im Sommer gestrickt. Sie ist ziemlich warm, da die Wolle hauptsächlich aus Schurwolle besteht und sie kratzt ein wenig. Es war mein erster Versuch einer Raglan-von-unten-Strickjacke ohne Strickmuster. Hat ganz gut geklappt, nur bin ich nicht 100% zufrieden, da mich bei Raglanjacken oft das zuviel an Stoff im Achselbereich stört. Irgendwann finde ich heraus, wie man das ohne diese Stoffbeulen strickt.





















 

Schnitt: Simplicity 1687
Änderungen: Nach oben hin an den Nähten etwas enger genäht.
Besonderheiten: Paspel an der Pattentasche und der Verbindung zwischen Spitze und Baumwollstoff. Wäschegummi am Ärmelsaum.
Würde ich es nochmal nähen?: Auf jeden Fall.
Was würde ich noch ändern?: Eventuell etwas länger machen.

Bevor ich mich jetzt wieder an die Nähmaschine setze, gehe ich schauen, was andere Selbernäherinnen heute so zeigen.

Dienstag, 11. März 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along 2014 - Erster Zwischenstand

Mein erster Zwischenstand sieht gut aus. Das erste Jäckchen ist fertig. Aber bevor jetzt alle wieder meinen, ich würde hier voll rumstrebern, möchte ich in Erinnerung rufen, dass es ja auch schon zu 3/4 fertig war, bevor wir hier überhaupt angefangen haben. Ich hab also total gemogelt. Das aber auch nur, weil ich nicht mit etwas anfangen wollte und gleichzeitig das fast fertige dringend* benötigte rote Jäckchen in die Kiste verbannen wollte.

(* so dringend ein Kleidungsstück eben sein kann. Nicht überlebensnotwendig, aber zu so gut wie allen meinen Klamotten passend.)





Im letzten Post könnt ihr sie auch angezogen sehen. Beim MMM habe ich sie schon mal kurz gezeigt.
Das Muster ist von hier und die Form habe ich mir Pi mal Daumen anhand meiner Maschenprobe ausgerechnet. Sie sollte eigentlich ein bisschen kürzer und körpernaher sein, aber so ist sie eigentlich perfekt. Nur bin ich am Überlegen, ob ich die Knöpfe nochmal auswechsle.


Mit meinem Frühlingspullöverchen bin ich auch schon recht weit voran gekommen. Das Perlmuster strickt sich mit den 5er Nadeln so gut weg, dass ich sogar ein paar Zentimeter zzuviel gestrickt habe. Da ich keine Lust zum zurückstricken hatte, habe ich es so gelassen. Hoffentlich geht alles gut auf.


Da ich beim Bündchen des Rückenteils noch keine 4,5mm Nadeln besaß, musste ich ein paar Maschen mehr aufnehmen, so dass ich mir die Zunahmen sparen konnte. Bin gespannt, ob das jetzt nicht zu blusig wird. Aber zur Not nähe ich an den Seiten ein bisschen was weg. Passt schon.


Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Gestrick. Es fühlt sich so wunderbar weich an, da das Perlmuster viel voluminöser uns luftiger ist als alle anderen bisher gestrickten Muster. Die Wolle habe ich schon zweimal verstrickt mit viel kleineren Nadeln und die beiden Pullis sind mir leider viel zu warm. Ich überlege schon, sie bei Dawanda zu verschwerbeln. Schade eigentlich. Hier hoffe ich, dass der Pulli nicht zu warm wird. Immerhin bekommt er lurze Ärmel und soll ein Frühlingspulli werden.

Das Knittax-Projekt ruht immer noch. Nach dem Zusammennähen des Ärmels bin ich unsicher, ob ich den nicht besser neu berechnen sollte. Außerdem ist meine Nähkrise beendet und ich sitze lieber an meiner Nähmaschine. Die Knittax habe ich jetzt erstmal unters Bett verbannt.

Auf dem MMM Blog sind alle Strickerinnen schon längst versammelt. Ich bin zwar sehr spät dran, aber ich reihe mich der Vollständigkeit halber noch schnell ein.







Mittwoch, 5. März 2014

MMM #30 Inside out

Hallo am heutigen Me Made Mittwoch.

Die Februar Burda hatte ich mir mal wieder gegönnt, da mir das Titelmodell so gut gefiel. Nur war mir die Passe mit den mehreren Stofflagen ein bisschen zuviel, weshalb es mir sehr entgegen kam, dass der Rock ohne die überlappenden Stoffstreifen extra als Modell drin war. (Obwohl man sich das hätte sparen können, aber das ist ein anderes Thema.)
Da ich nicht aus dem Knick kam, sind mir ein paar Bloggerinnen zuvor gekommen. Ich hoffe, ihr langweilt euch nicht, wenn ich meinen Rock 105 jetzt auch noch zeige.


Ich sage es, wie es ist. Ich bin nicht 100% zufrieden, was aber weder am Rock selbst, noch an meinen Nähfähigkeiten liegt. Wir passen nur einfach nicht zusammen. Die Spitze Passe hinten lässt mich irgendwie immer an eine Hornisse denken und ich finde sie viel zu auffällig. Auch macht die Passe vorn so eine unschöne Rundung über den Bauch. Mir steht es einfach besser, wenn es ab der Stelle, wo der Bauch sich wieder nach innen wölbt ausgestellt wird, wenn ihr versteht, was ich meine.


Ich bin ja immer noch auf der Suche nach dem perfekten Rockschnitt für mich. dieser ist es nicht. Aber er sitzt gut und wird sich wahrscheinlich gut machen, um einen perfekten Sattel für mich zu entwerfen. Da ich den Schnitt so nicht noch einmal nähen werde, kann ich das Schnittmuster ja ruhig verbasteln. Man darf also gespannt sein. Ich habe ein paar Bildern von für mich perfekten Röcken im Kopf, die ich eventuell demnächst mal umsetzen werde.


Da wir uns für heute verabredet haben, auch einmal unsere Werke von innen zu zeigen und ich gar nicht so unzufrieden mit der Innenansicht bin, gibt es davon auch Bilder. Ich habe auch kaum gepfuscht. Nur ein bisschen unterhalb des Reißverschlusses, da ich ein bisschen zuviel Stoff abgeschnitten habe. An dieser Stelle winke ich Frau Kirsche, meiner Lieblings-Abschneiderin. *Wink* Ich habe dann versucht, es mit Handnähten etwas zu retten. Man beachte den schönen Knubbel an der Ecke. Dafür bin ich aber besonders stolz auf meine Nahtschattennaht, die so gut wie unsichtbar ist.











Der aufmerksamen Leserin wird die Jacke nicht entgangen sein. Es handelt sich um mein erstes Frühlingsjäckchen, welches ich seit Fertigstellung eigentlich ununterbrochen anhabe. Ich bin sehr zufrieden. Sie ist perfekt zum Überziehen und unterm Mantel Tragen, da die überlangen Ärmel nicht so eng sind. Love it. Nur die Knöpfe tausche ich wahrscheinlich noch aus. Auf die Jacke werde ich im Post zum Frühlingsjäckchen Knit Along im MMM- Blog weiter eingehen.


Und hier schließt sich der Kreis. Hier geht es zum allertollsten MMM-Blog.


(Der Vollständigkeit halber: Die Bluse ist vom Flohmarkt und nicht Me Made. )

Samstag, 1. März 2014

Stoff und Nähpläne

Gestern war ich in sehr netter Begleitung auf dem Maybachufermarkt. Eigentlich bin ich ja nur wegen der Leute hin, denn ich wollte mir ja nicht die Gelegenheit entgehen lassen, Stella einmal kennenzulernen. Auch die Frau von Welt war zufällig in der Stadt. Zusammen mit den Berliner Nähnerds haben wir dann den Markt erstürmt.
Mein Lager ist voll. Ich wollte also gar nichts kaufen. Aber ihr kennnt das, die besten Markttage sind die, wo man nichts wollte. Schlussendlich musste ich mir dann sogar ein wenig Geld borgen. (Wir sollten eine Petition für die Aufstellung gebührenfreier Geldautomaten in Marktnähe erstellen)

Hier meine Beute:


 Ich besitze jetzt also drei Meter wunderschönen grünen Samt für 5€/m und drei Baumwollstoffe a 2m für je 3€/m.

Der erste Stoff, zu dem mir ein konkretes Bild in den Kopf schoss ist der hier:


Der wird definitiv ein Butterick 5951. Und zwar in dieser Version:

Quelle
 Und da es mir gefällt, konkrete Pläne zu haben, habe ich mich heute morgen schön mit meinem Kaffee hingesetzt und mir überlegt, was ich sonst noch so machen möchte.

Momentan nähe ich einen Rock 105 aus der Burda, hier bei Wiebke zu sehen, aus dem gleichen Stoff, den Wiebke verwendet hat, nur in braun. Wenn der Schnitt gut für mich ist, werde ich Taschen in den Schnitt einbauen und ihn gleich nochmal in grün nähen.


Aus dem abgefahrenen Leo-Print nähe ich das Kleid aus der aktuellen Nähmode, kombiniert mit cremefarbener Spitze. Da bin ich sehr gespannt drauf. Das Kleid hat verschiedene schöne Details mit den Falten und den Taschen. Taschen sind mir sehr wichtig.






















Aus dem Erdbeerstoff will ich das linke Kleid nähen. Auf der Schnittmusterzeichnung sieht man es von vorn. Ganz vielleicht schneide ich für den Kragen den grünen Samt an. Ansonsten lasse ich den Samt wahrscheinlich für das Weihnachtskleid 2014 noch eine Weile liegen.


Dann habe ich noch einen Haufen Stoffe aus dem Lager. Davon würde ich gern Blusen und Röcke und Hemdblusenkleider nähen. Hier habe ich noch keine festen Pläne. Nur eventuelle.



 Vielleicht diese bluse aus der vorletzten Nähmode.


 Vielleicht diese beiden Stoffe in Kombination.



 Seid ihr auch so gespannt wie ich?


Samstag, 22. Februar 2014

Von Löwenfutter und Wurstbrot

Ich muss etwas loswerden, was mich seit geraumer Zeit ärgert und im Zuge des Dramas um die Giraffe Marius aktuell hochkochte.

Es heißt, Tierschützer gehen auf die Barrikaden, weil sie die Verfütterung der Giraffe an die Löwen verhindern wollen. Was wirft das wieder nur für ein Bild auf Tierschützer? Es ist ja nicht sowieso schon so, dass Tier- und Umweltschützer gern belächelt werden. Aber ich muss von vorn anfangen.

Habt ihr schon einmal eine Diskussion in einem Forum verfolgt, wo aus dem Nichts heraus jemand schreibt, er sei Vegetarier oder gar Veganer? Habt ihr dann gelesen, wie plötzlich gegen alle Vegetarier und Veganer gebasht wurde. Die Vegetarier aber hingegen recht sachlich die besseren Argumente brachten. Ein Totschlag-Argument ist dann immer sowas wie: "Dann darfst du auch keine/n Käse/Eier essen und/oder Kosmetika benutzen." Als wenn man immer verpflichtet sei, den ganzen Weg bis zum Ende zu gehen, statt immer einen kleinen Schritt in die richtige Richtung.

Meine Theorie dazu ist ja, dass Fleischesser sehr wohl wissen, was richtig wäre und deshalb gleich so sauer werden, wenn man ihnen an ihre Wurst will. Man denke einmal an die lächerliche Die-Grünen-wollen-uns-das-Schnitzel-verbieten-Diskussion vor der Bundestagswahl. Bei so etwas werde ich dann immer ganz traurig, weil ich dann leider denken muss, die Mehrzahl der Deutschen haben echt einen Dachschaden und ich muss leider mit denen in einem Land leben. Das denke ich auch beim NSA-Skandal, Homo-Rechten, Bildungs-und Familienpolitik. Manchmal fällt es mir wirklich schwer, andere Meinung neben der in meinen Augen richtigen zu akzeptieren. Aber ich schweife schon wieder ab.

Ich denke, die meisten haben mittlerweile begriffen, dass der Verzehr von tierischen Produkten krank und dick macht, aber sie verdrängen es. Sie kaufen Fleisch und Wurst, eingeschweißt in Plastik, denen man es nicht mehr ansieht, dass es sich um ein totes Tier handelt. Ich denke, die meisten Menschen haben völlig den Bezug zu ihren Lebensmitteln verloren.

Ich will jetzt hier kein Fass aufmachen. Ich selbst bin nicht völlig konsequent, auch ich esse (selten) mal Fleisch, Fisch, Eier und Käse und verurteile das Töten von Tieren nicht in jedem Fall. Ich finde es nicht mal so verwerflich, ein Tier zu essen. Was ich verwerflich finde ist der Umgang von Menschen mit Lebewesen, wie Tiere in der Massentierhaltung behandelt werden, diese ganze Tötungsmaschinerie.

Echte Tierschützer (z.B. Peta) haben schon viel erreicht, wenn es um die Themen Tierversuche für Kosmetikprodukte, Pelzproduktion und Stierkampf geht. Echte Tierschützer wollen nicht aus einem Löwen oder einer Hauskatze einen Vegetarier machen.

Gleichzeitig wird der Bärchenwurst-verzehrende Mensch plötzlich zum "Tierschützer" weil er es verhindern will, dass Kinder bei der Schlachtung einer Giraffe zusehen müssen. Abgesehen davon, dass ich nicht einsehe, warum eine Giraffe mehr Recht auf Leben haben soll als ein Rind oder ein Schwein, geschweige denn ein männliches Küken, denke ich, dass diese Art von "Tierschützern" einfach nur verhindern wollen, dass wenigstens die Kinder wieder einen Bezug zu dem was auf den Teller kommt herstellen. Sie haben wieder einmal nur Angst, dass ihnen jemand die Wurst wegnehmen möchte.
Danke für Deinen Kommentar! Ich freue mich immer über Kommunikation. Auch für Kritik bin ich offen.
Liebe Grüße